Auftaktveranstaltung des Koordinierungszentrums der BMAS-Weiterbildungsverbünde

Am 28.04.2022 fand die virtuelle Auftaktveranstaltung des Forum Weiterbildungsverbünde statt. Das forum wbv fungiert als zentrale Schnittstelle zwischen den vom BMAS geförderten Weiterbildungsverbünden und wird zukünftig die regionalen bzw. Branchenverbünde bei ihrer Arbeit unterstützen.

 

Damit Beschäftigte auf den Arbeitsmarkt von morgen vorbereitet sind, braucht es Weiterbildung und Qualifizierung. Das trifft besonders auf Branchen wie den Fahrzeugbau zu, bei denen der Strukturwandel schnell voranschreitet. Vor allem kleinen und mittleren Unternehmen fehlen häufig die Ressourcen für umfangreiche Weiterbildungsmaßnahmen. Gerade für sie sind die Weiterbildungsverbünde eine wichtige Unterstützung. Mit dem zentralen Koordinierungszentrum schaffen wir eine Möglichkeit zum direkten Austausch zwischen den Verbünden, aber auch in andere Regionen und Branchen. Damit wollen wir noch mehr Unternehmen und Beschäftigten Weiterbildung zugänglich machen“ so Staatssekretärin Leonie Gebers (https://bildungsklick.de/aus-und-weiterbildung/detail/bmas-baut-aufbau-von-weiterbildungsverbuenden-aus).

Zentrale Botschaften der Paneldiskussion am Vormittag, an der neben der Staatssekretärin auch Christina Ramb (Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände) sowie Anja Piel (Mitglied des Geschäftsführenden Bundesvorstands des Deutschen Gewerkschaftsbundes) teilgenommen haben, waren:

  • Insbesondere die neue Situation durch 3D (Demografie – Digitalisierung – Dekarbonisierung) stellt hohe Anforderungen an die Erhaltung der Beschäftigungsfähigkeit und damit an eine bessere Architektur und Infrastruktur für Weiterbildung
  • Gut ausgebildete und qualifizierte Mitarbeiter*innen sind die Voraussetzung für die Beherrschung von Transformationsprozessen
  • Die Steigerung der Attraktivität (betrieblicher) Weiterbildung muss einhergehen mit einem Kulturwandel in Gesellschaft, Unternehmen und bei Beschäftigten
  • Beschäftigte brauchen für ihre Weiterbildungen
    • Zeit
    • eine finanzielle Absicherung
    • passgenaue Angebote
  • Passgenaue Angebote bedeuten
    • eine stärkere Transparenz über die Vielzahl von unterschiedlichen Angeboten
    • eine Fokussierung auf arbeitsmarkt- und betriebsnahe Qualifizierung, die an den Bedarfen orientiert ist (Betrieb als Lernort!)
    • eine Überprüfung bestehender Förderinstrumente
  • Insgesamt wurde eine hohe Erwartungshaltung an die Weiterbildungsverbünde deutlich: sie sollen
    • wichtige Arbeitsmarktakteure miteinander vernetzen
    • Vertrauen auf- und Konkurrenzen abbauen
    • Gelingensbedingungen für erfolgreiche Weiterbildungen identifizieren und als Frühwarnsystem für nicht Machbares fungieren
    • innovative Wege gehen und nicht in bestehenden Strukturen denken
    • vor allem aber mit ihren Erfahrungen, Ergebnissen und Best Practice Beispielen Impulse für die Weiterentwicklung der Nationalen Weiterbildungsstrategie geben.

Der Nachmittag diente dem gegenseitigen Kennenlernen und der Vernetzung der bestehenden Weiterbildungsverbünde in sieben thematischen Sessions. MEKA-BB leistete in Session 1 (Unterstützungs- und Weiterbildungsbedarfe von KMU ermitteln) einen aktiven Beitrag und stellte die Roadmap für den Begleitprozess und die Untersetzung der einzelnen Beratungsschritte mit entsprechenden Instrumenten vor.

Die Präsentation ist ebenso wie alle anderen Inputs hier einsehbar:

https://www.f-bb.de/unsere-arbeit/veranstaltungen/virtuelle-auftaktveranstaltung-forum-weiterbildungsverbuende-forum-wbv/

 

 

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